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Die zehn Irrtümer über die Private Krankenversicherung |
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Geschrieben von Andreas Mettler
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Tuesday, 28. October 2008 |
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Der Patient, der sich für eine Private Krankenversicherung (PKV) entschieden hat, gilt als Patient erster Klasse, der nicht drei Monate auf den Termin beim Spezialisten warten muss und der stets bessere Leistungen erhält, als ein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Doch ganz so einfach stehen die Dinge nicht.
Folgende Vorurteile zur privaten Krankenversicherung haben sich als Irrtümer erwiesen: 1) Nur Reiche können sich eine PKV leisten. So genannte Reiche machen aber nur etwa ein achtel der PKV-Kunden aus, knapp die Hälfte sind Beihilfeberechtigte (Beamte und ihre Familien), der Rest sind Selbstständige und Freiberufler. 2) PKV-Versicherte haben einen besseren Versicherungsschutz. Es gibt zwar ein großes Angebot, doch was für ihn wichtig ist oder nicht, muss jeder Versicherte selbst festlegen und finanzieren. 3) Alle Leistungen die sich in der GKV finden gibt es auch in der PKV. Das Angebot an ambulanten und stationären Genesungskuren sowie Mutter-Kind-Kuren, ist in der PKV oft nur durch Zusatztarife möglich. Einen Tarif, der Eltern ein Krankengeld für die Pflege ihres kranken Kindes gewährt, gibt es ebenfalls nicht. 4) Die Kapitalrückstellungen halten die Beiträge stabil. Im Schnitt verdoppeln sich die Kosten aber nicht die Beiträge in der PKV alle zwölf Jahre, weil der medizinische Fortschritt, die stetig steigende Lebenserwartung und die schwindende Zahl junger Versicherter dazu führen, dass die Gesellschaften ihre Kalkulation immer wieder nach oben anpassen müssen. 5) Wenn die Beiträge steigen, kann der Versicherte zurück in die GKV. Ein Wiedereinstieg in die GKV ist nur möglich, wenn die Einkünfte des Versicherten dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze sinken. 6) PKV-Versicherte haben die freie Arztwahl. Um die Kosten zu drücken, bietet die PKV vermehrt das Haus- oder Primärarztmodell an. Der Patient zahlt eine niedrigere Prämie und sucht dafür vor dem Spezialisten den Hausarzt, den Primärarzt auf. 7) Die PKV zahlt selbst den teuersten Spezialisten. Gerade die preiswerten Tarife haben meist auch eine Begrenzung der Kostenübernahme auf z. B. den 2,3-fachen Gebührensatz. 8) Eheleute können ihre Kinder nach Wahl versichern: In der Regel muss das Kind bei dem Partner versichert werden, der das höhere Einkommen bezieht. 9) Wer unzufrieden ist, kann die Private Krankenversicherung wechseln: Dieser Schritt ist theoretisch möglich, praktisch ist er für den Versicherten meist mit Nachteilen verbunden. Bis 2009 verliert er mit dem Wechsel alle Alterungsrückstellungen und muss sich erneut einem umfassenden Gesundheitscheck stellen. 10) Der neue Basistarif ist quasi eine Privatversicherung für jedermann: Die verwirrende Vielfalt von Beitritts- und Begrenzungsregelungen für die verschiedenen Versichertengruppen verhindert diese Form von Volksversicherung. |