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Golf – ein Massensport mit elitären Wurzeln |
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Geschrieben von Andreas Mettler
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Tuesday, 12. May 2009 |
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Die Zeiten, in denen der Golfsport nur wenigen Menschen zugänglich war, sind längst vorbei.
Die Wiege des Golfspiels liegt in Schottland. Schon Maria Stuart (1542 - 1587), die berühmt berüchtigte schottische Königin spielte gerne Golf. Aber schon hundert Jahre vor ihr war das Golfspielen unter den Adligen äußerst beliebt und der Sog dieses Spiels erfasste schon bald auch breitere Schichten wie Militär und Bürgertum. Im Jahre 1457 erließ der schottische König James II. ein zeitweiliges Verbot des Golfspiels! Der Grund für diese Entscheidung: Schottland befand sich in kriegerischer Auseinandersetzung mit England und wie aus historischen Dokumenten zu entnehmen ist, hatte man die Befürchtung, dass der Golfsport vom Erlernen und Üben des Bogenschießens, also von der Landesverteidigung ablenken könnte. James III. und auch sein Nachfolger James IV. bekräftigten über ein halbes Jahrhundert diesen Erlass. Erst im Jahre 1502 kam es zu einem Friedensschluss zwischen Schottland und England und das Verbot des Golfspielens wurde wieder aufgehoben. Und seither ist der Siegeszug des Spiels nicht mehr zu stoppen. Bereits 1603 wurde er erste Golfschlägerbauer urkundlich erwähnt. Er hieß William Mayne und wurde durch King James IV. zum „Royal Club Maker“ erhoben. Heute ist Golf in Schottland Volkssport. Die Schotten sagen “Golf is an easy game – but hard to play”. Getreu dieser Losung lernen hier schon die Kinder ganz früh mit dem Golfschläger zu hantieren. Und in Schottland kann jeder spielen, egal ob reich oder arm, ob alt oder jung. Jeder, der Golfbälle über das Grün schlagen möchte, ist hier willkommen. Auf einem schottischen Golfplatz muss man weder Mitglied in einem Golfclub sein, noch braucht man ein Handycap. Das einzige was man dort braucht, sind Golfschläger und Golfbälle. |