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Mit Kulturmarketing bezeichnet man das Marketing für Kultur- und
Entertainment- Veranstaltungen. Auf Grund des zu vermarktenden
Produktes, nämlich der Kultur, unterwirft sich das Kulturmarketing
selbst und auf Wunsch der Auftraggeber bzw. Kunden einiger
Einschränkungen.
Aus Achtung vor der Kultur, ihren
gesellschaftlichen Aufgaben und der flächendeckenden Subventionierung
der Kultur durch den Staat, sind die Ziele kultureller Einrichtungen
häufig andere, als die von Unternehmen, welche Marketing-Leistungen in
Anspruch nehmen.
So wird das Kulturmarketing
oft vor die Aufgabe gestellt, neue Zuschauerkreise zu erschließen, auch
wenn diese nicht zahlungsfähig sind, oder die Erschließung auch
langfristig finanziell weniger einbringt, als Vergleichspublikum.
Bedenkt
man, dass sich staatlich geförderte Bühnen in Deutschland oft nur zu 15
Prozent selbst finanzieren, dass heisst durch den Verkauf von
Eintrittskarten, Sponsoring etc. und zu 85 Prozent durch den Staat
finanziert werden, so wird deutlich, dass die staatlichen Vorgaben für
die Kultur, wie Freiheit der Kultur, Volksbildung etc. auf keinen Fall
im Kulturmarketing aufgegeben werden dürfen. Doch in diesem Rahmen ist
es die Verpflichtung des Kulturmarketings, den Abverkauf von Tickets zu
förden und damit Einnahmen für die Spielstätte bzw. den Veranstalter zu
gewinnen.
Leider sehen sich viele Kulturmarketing
Agenturen nicht mehr als starker Partner bei der Vermarktung des
kulturellen Angebotes gegenüber dem Publikum, sondern lediglich als
Unterstützer gegen durch die Politik drohende Kürzungen der Zuschüsse.
So verständlich die Intention der Spielstätten bei dieser
Arbeitsverteilung auch ist, so unverständlich ist die Arbeitsauffassung
der entsprechenden Agenturen. Es versteht sich von selbst, dass dieses
Selbstverständnis bei Agenturen, die für Entertainment Anbieter tätig
sind nicht vorkommen sollte. Hier steht die Gewinnerzielung im
Vordergrund.
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