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Naturtextilien aus Hartfasern (Sisal & Kokos) |
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Geschrieben von Wolfgang
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Tuesday, 26. August 2008 |
Kokos gehört zur Familie der Palmengewächse und Kokosfasern sind die Fruchtfasern, die sich in den äußeren Kokosnussschalen befinden. Kokos ist sehr widerstandsfähig. Da es einen hohen Fettgehalt hat, nimmt es nur wenig Schmutz an. Charakteristisch für die Kokosfaser sind das hohe Wärmungsvermögen und die Elastizität, die sie über einen langen Zeitraum hinweg behält. Aus diesen Gründen wird Kokos sehr gern als Material für Naturtextilien wie Matratzen benutzt. Vor allem bei der Produktion von Kindermatratzen, da sich hier die schmutzabweisende Fähigkeit als besonderer Vorteil hervorhebt. Kinder wachen oft am Morgen mit einer nassen Windel auf. Der hohe Fettgehalt der Kokosfasern sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit nicht in das Innere der Matratze gelangt. Die Kokosfaser ist darüber hinaus die einzige Fruchtfaser, die für die Textilindustrie zur Herstellung von Naturtextil verwertbar ist. Sisal ist eine Agavenfaser, die aus den Blättern der Pflanzen gewonnen wird und Garne unterschiedlicher Dicke liefert. Sisal hat sehr viele Vorteile und ist daher beliebt. Es ist antistatisch, beständig gegen Feuchtigkeit, sehr robust und nahezu verschleißfest, kann mit minimalem Aufwand stets sauber gehalten werden und ist sehr widerstandsfähig. Der größte Vorteil ist, dass es immun gegen Mottenfraß ist. Hauptanbauländer des Sisals sind Brasilien, Kenia, Tansania und Madagaskar. Da Sisal hauptsächlich grobes Material liefert, ist auch sein Verwendungszweck entsprechend. Man produziert daraus beispielsweise Schiffstaue, Seile, Matten jeglicher Art, Teppiche, Bürsten, Katzenkratzbäume und auch Naturtextilien wie Möbelstoffe. Für die Herstellung von Wäsche und anderer hautnaher Bekleidung ist Sisal aufgrund der groben Konsistenz nicht geeignet und findet daher in der Kleidungstextilindustrie kaum Verwendung.
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