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"Seker Bayram", das türkische Zuckerfest |
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Geschrieben von regina meyr
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Thursday, 18. September 2008 |
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In der Türkei gibt es nationale Feste, doch eines der schönsten und festlichsten ist das "Seker Bayram", zu Deutsch Zuckerfest. Dieses Zuckerfest wird jedes Jahr nach der Fastenzeit Ramadan gefeiert und unterliegt monatlichen Schwankungen, da sich die Fastenzeit jedes Jahr um einige Wochen verschiebt, abhängig vom Mond. Während des Ramadan fasten die gläubigen Menschen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, wobei nur Kinder, Alte oder Kranke von diesem Ritual ausgenommen sind. Erst nach Sonnenuntergang wird wieder gegessen, das dafür mit viel Genuss, Zeit und oft im Beisein der Familie. Nach 30 Tagen ist die jährliche Fastenzeit vorüber und findet im Zuckerfest seinen freudigen und krönenden Abschluss. Ähnlich wie bei uns an Weihnachten machen sich die Menschen gegenseitig Geschenke. Die Kinder und auch die Erwachsenen erhalten Unmengen von Süßigkeiten und es werden in der Regel auch viele neue Kleider eingekauft. Die Frauen tauschen eifrig Rezepte miteinander aus, was wohl in jedem Land zu solch ganz besonderen Feierlichkeiten praktiziert wird, wobei bei uns an Weihnachten die typische Weihnachtsgans gebraten wird, hingegen in der Türkei beispielsweise "Kuzu kapama" (Lammkeule) nach stundenlanger Vorbereitung in die hungrigen Münder ihren Weg findet. Ramadan und das anschließende Zuckerfest haben für die meisten gläubigen Muslime eine hohe spirituelle Bedeutung und wird zumeist in der ganzen Familie zelebriert, wie bei uns eben Weihnachten. Die begangenen Rituale, wie etwa das Essen bei dem Ältesten der Familie einzunehmen, den Handrücken von älteren Männer und Frauen als Respektbezeugung zu küssen und das genussvolle gemeinsame dankbare Schlemmen nach der Zeit des Fasten, sind tiefgehende verbindende Elemente unter der muslimischen Bevölkerung.
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