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Generation 50+ und der Arbeitsmarkt
Geschrieben von Andrea Delp   
Thursday, 13. November 2008
Die Generation 50+ kämpft oft mit Problemen auf dem Arbeitsmarkt. Bildung und viel Eigeninitiative sind die Schlüssel zu grösserem Erfolg für Menschen der Generation 50+. Wer heute nicht mehr jung ist und die Grenze von 50 Jahren überschritten hat, muss sehr häufig um den Arbeitsplatz bangen. Wirtschaftliche Krisen machen die Situation nicht einfacher und sehr oft kämpfen Arbeitnehmer 50+ mit Vorurteilen rund um das Thema der älteren Mitarbeiter. So mancher Chef beklagt sich zwar über einen Mangel an Fachkräften, kommt aber dabei kaum auf die Idee, einen älteren Mitarbeiter einzustellen und von der 50+-Berufserfahrung zu profitieren. Die Folge: So mancher Arbeitnehmer rutscht nach langen Jahren der Beschäftigung in die Arbeitlosigkeit und muss sehr aufwändig nach einer neuen Beschäftigung suchen. Nicht selten dauert die Suche nach einem neuen Job so lange, dass der frühere Arbeitnehmer trotz der reichlichen Berufserfahrung in Hartz-IV rutscht und dann erst recht Schwierigkeiten bekommt, weil zu den Problemen mit der Jobsuche nun auch noch finanzielle Probleme kommen. Zu diesen finanziellen Problemen gehört dann auch die Tatsache, dass derjenige, der Geld auf der hohen Kante hat, um diese Ersparnisse fürchten muss. So ist die zurückgelegte Altersvorsorge dann schnell aufgebraucht und mancher Reisetraum für die Rente oder Frührente platzt. Tatsächlich beweisen auch Statistiken der Arbeitsagenturen, dass der Arbeitsmarkt 50+ äusserst problematisch ist. Die Beschäftigungsquote für ältere Arbeitnehmer liegt deutlich unter dem Durchschnitt. Besonders auffällig ist auch, dass in wirtschaftlichen Krisenzeiten ein extremer Anstieg der Arbeitslosenquote für ältere Arbeitnehmer zu beobachten ist. Zumindest steigt diese Quote stärker an, als in anderen Altersgruppen. Sind die Zeiten also wirtschaftlich schlecht, so müssen ältere Arbeitnehmer zuerst um ihren Arbeitsplatz fürchten. Wird die Situation wieder besser, so sinkt die Arbeitslosenquote für die Generation 50+ dann zwar deutlich – jedoch bleiben genügend Menschen übrig, die den Weg zurück in die Arbeitswelt nicht mehr finden. Wer etwas tun will, um das Einkommen und damit auch die finanzielle Versorgung im Alter zu sichern, der ist gut damit beraten, etwas für die Bildung zu tun. Wer sich fortbildet und am Ball bleibt, hat auf dem Arbeitsmarkt einfach bessere Chancen. Das kann sowohl in Form von Kursen geschehen, aber auch Bildungsangebote wie die Seniorenuniversität oder das Selbststudium sind wichtige Bausteine der beruflichen Bildung. Berufliche Bildung hört mit Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums eben heute nicht mehr auf, sondern muss ein Leben lang betrieben werden. Das gilt auch dann, wenn ein Lebensalter von 50 Jahren bereits erreicht wurde. Wesentliche Bedeutung kommt beim Konzept des lebenslangen Lernen vor allem dem praktischen Einsatz von erworbenen Kenntnissen zu. Dazu sollten Arbeitnehmer stets darauf achten, dass die Kenntnisse im Berufsalltag integriert werden und dass Vorgesetzte wissen, dass der Arbeitnehmer sich fortbildet. Schliesslich wird ein Mitarbeiter mit Einsatzbereitschaft nicht ganz so gerne gekündigt wie ein Mitarbeiter, der zwar eine vergleichbare Tätigkeit ausübt, aber nichts für die weitere berufliche Entwicklung tut. Stellt sich der Arbeitgeber quer und will keine Möglichkeit schaffen, theoretisches Wissen in praktische Fähigkeiten umzuwandeln, bleibt immer noch der Weg, eine ehrenamtliche Tätigkeit in Angriff zu nehmen, bei der das Wissen eingesetzt werden kann. Das kann zwar eine zusätzliche Belastung bedeuten, kann aber auch sehr hilfreich sein, um unter Beweis zu stellen, dass man noch nicht zum alten Eisen gehört. Wer dem Arbeitsmarkt im Alter von 50+ ein Schnäppchen schlagen will und sich durchsetzen möchte, hat es in keinem Falle leicht. Bemühungen werden häufig nicht erkannt oder finden keine Anerkennung. Anstatt dessen wird die Arbeitswelt 50+ oft von Vorurteilen geprägt. Doch wer die Hände in den Schoss legt und vor diesem Umfeld kapituliert, hat umso schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Da gibt’s nur Eines: Die Ärmel hoch krempeln und an der Verbesserung der persönlichen Situation mit viel Einsatz arbeiten. Wer weiss, vielleicht wird dieser Einsatz dann doch irgendwann so richtig belohnt. Autor/in: Andrea Delp Kontakt: info(at)amaveo.de
 

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