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Baugeld für Bauvorhaben
Geschrieben von Marvin Fuchs   
Friday, 15. August 2008

Günstiges Baugeld zur Finanzierung von Bauvorhaben kann über einen Bausparvertrag, eine Hypothek, Vorschaltdarlehen und Baugeld mit flexiblen Zinssätzen genauso erreicht werden, wie über ein Versicherungsdarlehen, dass im Moment allerdings weniger Bedeutung hat. Bei allen Finanzierungsformen wird die Darlehenssumme ab der Inanspruchnahme des Baukredites an den Darlehensnehmer ausgezahlt, wobei nur der Bausparvertrag eine Ansparphase voraussetzt. Die Zins- und Tilgungssätze werden für die Laufzeiten von 5,8,10, 15 oder 20 Jahren festgeschrieben.

Bei Baugeld mit variablen Zinssätzen werden die monatlichen Zinsen an die Leitzinsen des Marktes kontinuierlich angepasst. Zu Niedrigzinsphasen profitiert man von normalen Festzinsangeboten (die konstant bleiben) und eventuell erlaubten Sondertilgungen und kurzen Kündigungsfristen von drei Monaten. Die Angebote mit flexiblem Zinssatz liegen oft bis zu 1 % unter dem Durchschnittszins. Zusätzliche Gebühren (wie Bereitstellungs- und Bauzeitzinsen) fallen hier weg.

Bei einer Baugeld-Finanzierung über ein Vorschaltdarlehen handelt es sich um eine Kombination von ein - drei Kreditverträgen, die in Hochzinsphasen schneller zur Schuldenfreiheit genutzt werden können und weitere Finanzierungsgelder sparen helfen. Die Funktionsweise des Vorschaltdarlehens ist folgende: bei einem Leitzinsniveau von über 8% schließt der Kreditnehmer Darlehensverträge mit kurzen Zinsbindungszeiten ab. Die Laufzeiten liegen hier bei einem bis zwei Jahren. Indem man sich nicht von längjährigen Verträgen unter Leitzinsniveau überreden lässt, sondern für kürzere Laufzeiten höhere Baugeldzinsen akzeptiert, erreicht man im Endeffekt einen Zinsvorteil. Liegt der Leitzinssatz zum Beispiel bei 8 %, so wird sich ein Kreditinstitut bemühen, möglichst viele Kunden zu einem Angebot von nur 7% auf 10 Jahre festzuschreiben. Beim Vorschaltdarlehen, nimmt man aber gerade dieses Angebot nicht an, sondern bindet sich erst einmal z.B. für ein Jahr zu einem höheren Zinssatz von 7,5% , weil man auf niedrigere Zinssätze in baldiger Zukunft setzt. Nach dem Jahr zu 7,5% wechselt man dann beim gleichen Darlehensgeber zu einem wesentlich günstigeren Langzeitdarlehen von z.B. 6,5%. Sollte dieses Angebot nach Ablauf des einen Jahres (Vorschaltkredit) nicht zur Verfügung stehen, sondern nur von einer anderen Bank angeboten werden, so kann man seine Verbindlichkeiten auch auflösen und wechseln. Vorschaltdarlehen sind oft teurer als andere Darlehen, weshalb man sich auch für einen Darlehens-Mix entscheiden kann. Hier wird zu Hochzinszeit ein Teil des Baukredites langfristig gebunden und der andere Teil als Vorschaltdarlehen mit Spekulation auf günstigere Baugeld Zinssätze in der Zukunft abgeschlossen. In jedem Fall ist der Mix eine gute Möglichkeit an günstiges Baugeld zu kommen, wenn man richtig kalkuliert.


 

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